boot 2012 in Düsseldorf – ein kurzer Nachbericht

Mit 17 Messehallen war die "boot 2012" vom 21. bis 29. Januar 2012 wieder die Anlaufstelle für alle Wassersportinteressierten. Martina Pohl-Elser hat sich für das kajak-Magazin umgesehen:
Für alle Kajaksportler hieß es, sich auf jeden Fall in Halle 13 umzusehen, wo es diesmal neben den "normalen" Angeboten von Ausstellern wie Lettmann, EKÜ, Kanutotal, Zölzer, Gatz und Sport Schröer auch die Möglichkeit gab, auf einem Wasserparcours Boote und Zubehör auszuprobieren. Angebote für Kaufinteressierte gab es genügend.
Unter anderem stellte die Firma Lettmann neben ihrem neuen Seekajak Biskaya ihre aktuelle WWW = WildWasserWaffe, die Granate, in neuer Machart vor: Sie kommt neuerdings mit einem Herzen aus PE daher, hat 20 Liter mehr Volumen als die VCS/DCS-Variante (jetzt 320 Liter) und kostet je nach Ausstattung zwischen 599 und 899 Euro. Es wird richtig viel Platz für den großen Paddlerkörper geboten und an Ausstattung hat man die Wahl zwischen den Varianten "Large Club", "Semi-Fit" und "Full-Fit" (unterscheiden sich beispielsweise im Sitzsystem). Nettes Detail am Rande: Man kann als Käufer die Farbe "seiner" Granate selbst mitbestimmen. Von uni bis gesprenkelt mit mehreren Farben ist fast alles möglich. Vom Fahrverhalten her soll die Granate als reinrassiger Creeker vor allem Sicherheit bieten, die Fahreigenschaften sollen ausgewogen und das Boot leicht zu rollen sein. Dafür spricht auch das abgerundete Unterschiff. Voraussichtlich ab Ostern 2012 soll es auch eine Granate M in PE geben. Diese Variante soll auch für kleinere, leichtere Paddler zwischen 50 und 60 kg geeignet sein.

Außerdem gab es folgende neue Boote zu sehen: Gatz zeigte des Zweier-Wandercanadier Cayuga, Grabner den Schlauchcanadier Indio, Nautiraid präsentierte den großen Faltboot-Zweier Grand Narak II und Poucher den CR12. Die Firma Klepper führte ihr Multifunktionskajak Backyak vor.
Wer Lust auf Action hatte, konnte sich am Pool Wassersport-Demos ansehen. Als wir vor Ort waren, gab es gerade eine kleine Demo in Sachen Kanu-Polo. Ein Sport für die robustere Paddlernatur, bei dem es einigermaßen hart zur Sache geht und eines ganz schnell klar wird: Ohne perfekte Rolle geht gar nichts – oder wer seine persönlichen Roll-Eigenschaften verbessern möchte, hier wäre der Sport dafür. Denn erlaubt ist fast alles beim Kampf um den Ball.
Ein paar Gimmicks am Rande, die man auch noch brauchen könnte, fanden wir in Halle 4 – Unterwasserfotografie und Ausrüstung: Eine praktische Halterung für einen Fotoapparat (siehe Bild), z.B. beim Klettern, wenn man eine sichere Befestigung und gleichzeitig auch Flexibilität braucht.
Fazit: Zwar ist der Bereich für Paddler - gemessen an der Gesamtgröße der boot - immer noch reichlich klein, aber man sieht doch immer wieder Neues und Interessantes auf dieser Ausstellung.

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